Begleitung auf Zeit und Bus auf Füssen

Der Idealfall ist klar: Kinder gehen den Schulweg allein. Was aber, wenn der Schulweg dafür zu gefährlich ist? Es gibt Möglichkeiten, die Schulwegsituation zu «entschärfen», bis die Kinder in der Lage sind, ihn allein zu gehen.

Eltern organisieren sich selbst

Die Angst vor Gefahren bewegt viele Eltern dazu, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen. Das «Elterntaxi» trägt aber nicht zur Sicherheit bei, im Gegenteil. Es verschlechtert die allgemeine Verkehrssituation und führt gerade im Bereich der Schulhäuser zu noch mehr Gefahrenquellen.

Temporärer Begleitservice

Eine mit wenig Aufwand verbundene Möglichkeit ist es, als Eltern den Schulweg zu Fuss zu organisieren. Eine kleine Gruppe Kinder legt den Weg gemeinsam zurück, zu Beginn noch von einer erwachsenen Person begleitet. Oft braucht es dazu nur den Anstoss einzelner engagierter Mütter oder Väter, bis diese Selbstorganisation ins Rollen kommt. Indem die Eltern sich absprechen und abwechseln, ist der Aufwand überschaubar. Gerade in den ersten Wochen der Schulzeit kann diese Massnahme für ein sicheres Gefühl bei den Kindern sorgen. Nach und nach wird der «Begleitservice» ausgedünnt, bis er gar nicht mehr nötig ist.

Unterwegs mit dem Pedibus

Nach einem ähnlichen Prinzip, aber mit einer etwas aufwendigeren Organisation verbunden, funktioniert der sogenannte Pedibus. Dieser «Bus auf Füssen» führt auf einer definierten Route entlang von signalisierten «Haltestellen», wo die Kinder zu definierten Zeiten «zusteigen» und «aussteigen». Das Modell setzt behördliche Unterstützung voraus, ist in der Westschweiz verbreitet und eignet sich dort, wo kleineren Kindern eine konstante Begleitung angeboten werden soll.

Lotsendienste

Damit jüngere Kinder bei schwierigen Querungssituationen sicher über die Strasse kommen, sind behördliche Lotsendienste eine taugliche Massnahme.